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Herr K. sieht Ödipus

Eine Zuschauerkritik von Peter K. über die Ödipus Inszenierung in der Berliner Schaubühne mit Caroline Peters u.a. ...

Herr K. und die Dummheit der Menschen

„Warum sind sie so unglücklich?“, wurde Herr K. von einer Schülerin gefragt. „Ich bin unglücklich, weil die Menschen so dumm sind“, antwortete er. „Aber es gibt auch kluge Menschen“, versuchte die Fragende ihn ein wenig zu entkräften, „und sie sind sicher einer davon.“ „Bin ich etwa kein Mensch?“, fragte Herr K. erstaunt. P.S. Vielleicht fällt ...

Herr K. und die Demokratie

Eines Tages ging Herr K. in eine Eckkneipe, trat an die Theke und bestellte ein Bier. Der Gast neben ihm verwickelte ihn in ein Gespräch und kam nach kurzer Zeit auf die Politik zu sprechen. Für gewöhnlich vermied Herr K. politische Gespräche, aber er wollte nicht unhöflich sein. Der Mann schimpfte wie ein Rohrspatz über ...

Herr K. und die Angst

Herr K. traf eine Freundin, die einen bedrückten Eindruck machte. Auf die Frage, was los sei, erzählte sie, dass die Arbeit in der Klinik sie sehr belastet. Es gäbe nicht genügend Personal, daher müsse sie mehr als 60 Stunden die Woche arbeiten. Dazu kämen Rufbereitschaften als leitende Oberärztin, die dazu führten, dass sie sich am ...

Herr K. im Drei-Sterne-Restaurant

Waren Sie schon einmal in einem Drei-Sterne-Restaurant? Nein?Ich auch nicht, bis vor ein paar Tagen. Vorher war ich ein paar Mal in Ein-Sterne-Restaurants. Das waren nachhaltige Erfahrungen. Das erste Mal war 1989 in Paris, zusammen mit einem guten, 20 Jahre älteren Freund. Weil wir beide das erste Mal in Paris waren, entschlossen wir uns, in ...

Eine merkwürdige Begebenheit

Wir sehen die Welt besser mit fremden Augen! ...

Wie man eine kostenlose Bahncard bekommt

Das Call-Center ist eine grauenhafte Einrichtung für jeden Kunden, der kein Standardproblem hat. Das sich diese Maschinerie einmal gegen das beauftragende Unternehmen richtet, dürfte eher selten vorkommen. Peter K. ist das allerdings passiert. ...

Der alte, weiße Mann und die Hippster

Während der Renovierung unsere Wohnung waren wir im Exil in Berlin Mitte. Wir fühlten uns auf einem anderen Planeten! Selten habe ich mich so alt gefühlt! ...

Geschichten meines Großvaters: Recht und Gerechtigkeit

Eine Parabel Eines Tages kam ich empört zu meinem Großvater, weil ein Mörder vor Gericht freigesprochen wurde, obwohl er eindeutig schuldig war.„Das ist keine Gerechtigkeit, das darf nicht sein,“ sprach ich mit der zweifelsfreien Überzeugung der Jugend.„Du hast recht“, sagte er, „das ist keine Gerechtigkeit, das ist Recht“, und er erklärte mir den Unterschied.„Recht und ...

Geschichten meines Großvaters: Dankbarkeit

Am Boden zerstört, kam ich eines Tages zu Großvater, denn ein Mensch, den ich für einen Freund hielt, hatte mich tief entäuscht. Ich hatte ihm vor einigen Jahren in einer brenzligen Situation sehr geholfen. Er wäre mir zutiefst dankbar, stünde schwer in meiner Schuld und schwor mir ebenso zu helfen, wenn ich ihn einmal brauchen ...

Geschichten meines Großvaters: Sklaverei

Großvater und ich machten eine Reise durch den Süden der Vereinigten Staaten. Dort führte er mich in die Whitney Plantation, das einzige Museum, welche sich mit der Ursünde der USA, der Sklaverei auseinandersetzt. Dort erfuhr ich, wie grausam die Sklaven gejagt und eingefangen wurden, wie viele Millionen beim Transoprt über den Atlantik ums Leben kamen, ...

Geschichten meines Großvaters: Probleme

Sehr lange arbeitete ich in einem Forschungsprojekt an der Lösung eines mathematischen Problems. Viele hatten sich daran versucht und waren gescheitert. Es war nur ein winziger Bestandteil einer komplexen Berechnung, aber von großer Wichtigkeit. Monate grübelte ich über diese Gleichung kam aber keinen Schritt weiter. Eines Tages berichtete ich Großvater davon und er sagte nur ...

Geschichten meines Großvaters: Macht

Neulich kam ich aufgeregt zu Großvater. Der gewählte Präsident unseres Landes sei ein impotenter Großkotz, schimpfte ich und mache Politik ohne Sinn und Verstand. Viele Menschen verzweifelten an diesem Präsidenten und fragte sich, warum ausgerechnet er gewählt worden ist. Es war beschämend für unser Land und ein Drama für die Welt. Großvater stimmte zu, blieb ...

Geschichten meines Großvaters: Macht II

Eine kurze Parabel zu Macht und Demokratie. ...

Heiliger Antonius

Ich bin Atheist, aber ich wurde evangelisch getauft. Ich bin in den 60er Jahren in einer rein evangelischen Gegend aufgewachsen. Damals gab es so etwas noch. In jener Gegend gab es nur einen Gott und der war evangelisch. Ich war sehr gläubig und liebte die Kirche und die Gottesdienste und die Orgel und den Gesang ...

Nuri lächelt

Nuri erzählt seine Geschichte. Es sind Fragmente, die wie einzelne Teile eines explodierenden Gartenschuppens aus seinem Mund schießen. Es ist eine unfertige Erzählung, denn seine Scham verwischt die Details, seine Angst bedrängt die Worte, sein Schmerz macht Sprünge. Er lächelt. Die ganze Zeit lächelt er. Die Worte müssen heraus, trotz der Angst, trotz der Scham, ...

Neapel sehen und staunen

Wenn man Neapel hört, dann denken viele an Mafia, Verbrechen, Morde, Diebstahl, Betrügereien, Berge von Abfall, chaotischer Verkehr, natürlich an den Vesuv und Pompeij. Manche denken auch an das Blutwunder des San Genaro, eines Märtyrers des 4. Jahrhunderts, dessen Blut in einer Ampulle aufbewahrt wird und das sich zweimal im Jahr verflüssigt, es sei denn ...

Was der Place Stanislas in Nancy über 
Europa erzählt

Nancy steht nicht auf der Liste der Städte, die man besuchen muss. Das hat den Vorteil, dass die Stadt nicht übertouristisiert ist und man auf dem Place Stanislas viele Einheimische findet, die den Platz zum Zentrum der Stadt machen. ...
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